Botanische Lehrtafeln

Adresse:

Zentrale Kustodie
Weender Landstraße 2
37073 Göttingen

Öffnungszeiten/Zugang:
keine

Ansprechperson/Kontakt:
Zentrale Kustodie
Karsten Heck
Tel.: +49 (0551) 39-26693
E-Mail: heck@kustodie.uni-goettingen.de

Die Universität Göttingen (Zentrale Kustodie) bewahrt eine Sammlung von über 2000 Lehrtafeln, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Lehre der Botanik eingesetzt wurden. Dazu wurden einerseits publizierte Reihen von Lehrtafeln angeschafft, andererseits wurden kontinuierlich, teils von den Forschenden und Lehrenden selbst, meist von den Zeichnern des Instituts individuelle Tafeln für die Verwendung im Hörsaal angefertigt. Das ebenso informative wie ästhetische Bildmaterial bietet einen Überblick über Gegenstände, Themen und Darstellungsformen aus der wissenschaftlichen Lehre der Botanik eines Jahrhunderts am Albrecht von Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften in Göttingen.

Anlässlich der Überführung der Sammlung aus dem Albrecht-von-Haller Institut in Depoträume der Zentralen Kustodie im Sommer 2018, wurde der Gesamtbestand hochauflösend fotografiert (siehe dazu) und hier zur freien Nachnutzung veröffentlicht. Im Zuge der Fotokampagne wurde die Sammlung nachinventarisiert und es wurden grundlegende beschreibende Metadaten erfasst, neben der Betitelung z.B. Angaben zur Herstellung (Personen/Institutionen). Der informative Gehalt der Objekte steckt bis heute allerdings wesentlich in den Darstellungen selbst, die oftmals detailliert beschriftet sind. In der Regel ist das auf den Tafeln festgehaltene Fachwissen bis heute relevant, mindestens aufgrund seiner Anschaulichkeit der Pflanzenmorphologie. Wenn taxonomische Zuordnungen und Bezeichnungen wissenschaftlich revidiert wurden, dann sind auch diese Tafeln wissenschaftshistorische Quellen, anhand derer sich die Geschichte der Vermittlung kanonisierten Lehrwissens im Fach Botanik anschaulich nachvollziehen lässt.

Als komplexe Hybride von Bild und Schrift verbinden die Lehrtafeln unterschiedliche Darstellungsweisen (Ansichten, Schnitte, Detailvergrößerungen, Schemata, Formeln etc.) über Indexe und Legenden zu dichten visuellen Argumentationen bzw. Lehrpfaden, die der wissenschaftlichen Beobachtung am Objekt folgen und die Wissensvermittlung anleiten.

Zukünftig möchten wir die digitale Nutzbarkeit der Bilder intensivieren. Insbesondere die zonierte Annotation und Verlinkung von Bildelementen mit offenen Daten der Botanik (Taxonomien, Herbarien, Wikipedia, u.a.) würde dieses Medium und seinen visuellen Reichtum funktional ins 21. Jahrhundert heben und die Sammlung der wissenschaftlichen Nutzung in Lehre, Forschung und Vermittlung neu erschließen.

Karsten Heck, 2020


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