Skulpturensammlung

Skulpturensammlung

Adresse:

Kunstsammlung der Universität Göttingen
Gemälde- und Skulpturengalerie im Alten Auditorium
Weender Landstraße 2
37073 Göttingen

Graphische Sammlung
Nikolausberger Weg 15
37073 Göttingen

www.kunstsammlung.uni-goettingen.de

Öffentliche Ausstellung: ja
Geöffnet: So. 10 – 16 Uhr,
Eintritt: 3,- €, ermäßigt 1,50 €,
Führungen: jeden ersten So. im Monat um 11.30 Uhr zum
»Kunstwerk des Monats« oder nach Vereinbarung

Ansprechperson: Dr. Anne-Katrin Sors
Tel.: 0551 39-5093, -5092, -5098
E-Mail: kunsts@gwdg.de
Der Skulpturenbestand der Georgia Augusta lässt sich insgesamt in drei unterschiedliche Bereiche unterteilen. Zum einen beinhaltet er Büsten aus Marmor und Gips, welche die für eine Universitätssammlung typischen bedeutenden Persönlichkeiten der Universitätsgeschichte darstellen. Besonders interessant ist hierbei etwa jene Büste, die Johann Gottfried Schadow (1764 – 1850) im Jahre 1813 im Auftrag der Schüler und Kollegen des Rechtshistorikers Christian August Gottlieb Goede (1774 – 1812) schuf. Bemerkenswert in ihrer doch wenig schmeichelhaften Realitätsnähe ist die um 1800 von Friedrich Wilhelm Doell (1750 – 1816) entstandene Büste des Mathematikers und Physikers Abraham Gotthelf Kaestner (1719 – 1800).

Friedrich Wilhelm Doell (1750 – 1816), Büste des Mathematikers und Physikers Abraham Gotthelf Kaestner (1719 – 1800), Entstehungszeit: 1800–1803, Marmor, Höhe 57 cm, Fußhöhe 15,5 cm, Fotos: Katharina Anna Haase Haase

Neben diesen aus dem Universitätsleben stammenden plastischen Porträts umfasst die Sammlung außerdem einen kleinen Bestand an Holzskulpturen des 14. bis 18. Jahrhunderts aus unterschiedlichsten Regionen und funktionalen Kontexten.

Vermutlich im Jahre 1902 kam dabei durch das Vermächtnis des Geheimen Hofrats Professor Karl Ewald Hasse die erste Skulptur – drei schlafende Jünger am Ölberg, um 1500 – in die Sammlung, im Jahre 1907 dann eine Madonna mit Kind aus der schwäbischen Schule aus dem Besitz Professor Wilhelm Diltheys. Darauf aufbauend konnten in den 1920er und 30er Jahren einige Objekte mit Unterstützung des Universitätsbundes erworben werden, darunter die älteste Skulptur der Sammlung aus dem frühen 14. Jahrhundert. Weitere Skulpturen entstammen dem Besitz des ehemaligen Universitätskustos Justus Theodor Valentiner (1869 – 1952).

Der dritte Sammlungsteil umfasst schließlich Werke der Moderne, die im Verlauf der Universitätsgeschichte angeschafft wurden und von bekannten Künstlern stammen. Darunter befinden sich beispielsweise sechs Entwürfe für einen »Kunst am Bau«-Wettbewerb aus den 1980er Jahren mit Modellen von Horst Antes ( *1936) sowie Otto Herbert Hajek (1927 – 2005). In ihrer Gesamtheit vermittelt die Skulpturensammlung somit einen erstaunlich umfassenden Querschnitt der Geschichte plastischer Kunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Anne-Katrin Sors

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