Alter Botanischer Garten

Alter Botanischer Garten

Adresse:

Alter Botanischer Garten der Universität Göttingen
Untere Karspüle 2
37073 Göttingen
www.altgart.uni-goettingen.de

Öffentliche Ausstellung:
ja

Geöffnet:
Mo. bis So. 8 – 18.30 Uhr (Garten),
Mo. bis So. 8 – 15 Uhr (Gewächshäuser),
bei winterlicher Witterung eingeschränkt

Eintritt:
frei

Führungen:
siehe Jahresprogramm öffentlicher Themenveranstaltungen
bzw. nach Vereinbarung

Ansprechperson:
Dr. Michael Schwerdtfeger

Tel.: +49 (0551) 395755, -9964651
E-Mail: Dr. Michael Schwerdtfeger
Im Jahr 1736 gegründet, ist der Botanische Garten an der Karspüle so alt wie die Georg-August-Universität selbst und damit unter ca. 100 Botanischen Gärten in Deutschland einer der wenigen, die sich seit über einem Vierteljahrtausend mit gleicher Funktion am gleichen Ort befinden. Von dem Mediziner, Dichter und Botaniker Albrecht von Haller (1708–1777) als »Hortus medicus« konzipiert, wuchs der Garten bald über seine Funktion als Heilkräutergarten hinaus. Schon Haller sammelte Pflanzen aus aller Welt und veröffentlichte sieben Jahre nach der Eröffnung bereits einen Pflanzenkatalog mit 1.500 Arten.

Bedeutende Direktoren in der Folge Hallers waren unter anderem die Botaniker Heinrich Adolf Schrader (1767–1836), Friedrich Gottlieb Bartling (1798–1875), Heinrich August und Hermann Graf zu Solms-Laubach (1842–1915).

Im 19. Jahrhundert erweiterte sich der Garten auf Flächen jenseits des Stadtwalls und konnte vor allem durch enge Kontakte zu den Königlichen Gärten in Hannover-Herrenhausen überragende Pflanzensammlungen aufbauen, während von 1900 bis 1930 der Gartenmeister Carl Bonstedt (1866–1953) die Geschicke des Gartens bestimmte. Sein Engagement sowie seine außergewöhnlichen Kulturerfolge – unter anderem mit Farnen, fleischfressenden Pflanzen, Orchideen und Wasserpflanzen – bescherten dem Garten mit dem Victoria-Haus, dem Farnhaus sowie mit Teich und Alpinum große Popularität. Diese gipfelte schließlich in der Herausgabe des gärtnerisch-botanischen Standardwerkes »Pareys Blumengärtnerei«. Im Jahre 1968 wurde im Universitäts-Nordbereich der Neue Botanische Garten gegründet, zunächst mit dem Ziel, in der Folge den alten Garten in der Stadt aufzulösen. Heute arbeiten die zwei Gärten der biologischen Fakultät jedoch gemeinsam mit dem Forstbotanischen Garten synergetisch »Hand in Hand«. Nach wie vor finden sich im zentral gelegenen Botanischen Garten umfangreiche Pflanzensammlungen zu allen erdenklichen botanischen Themen. Neben seiner primären Funktion in Forschung und Lehre stellt die charmant-historische Anlage für Studenten und Publikum auch ein willkommenes »Fenster zur Natur« dar. Mit ihrer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit und jährlich ca. 100.000 Besuchern ist der Garten die populärste Einrichtung der Universität.

Michael Schwerdtfeger

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